Verstand beruhigen

Der Verstand ist das größte Hindernis bei der Meditation. Nachfolgend einige Hilfestellungen, dieses Problem erfolgreich zu meistern.

Wie kann ich meinen Verstand rein halten?

Sri Chinmoy: Du kannst deinen Verstand rein halten, indem du ständig fühlst, daß du gar keinen Verstand besitzt; du besitzt nur das Blumenherz eines Kindes. Wenn dich jemand fragt: “Was geht in deinem Verstand vor?”, kannst du einfach sagen: “Ich habe keinen Verstand. Ich habe nur das Herz eines Kindes.” Du brauchst deinen Verstand nicht rein zu halten, wenn du keinen Verstand hast. Auf diese Weise kannst du das Problem umgehend lösen.

Wie kann ich mit der Zeit Freundschaft schließen?

Sri Chinmoy: Die Seele weiß, dass es eine ewige Zeit gibt, und in der ewigen Zeit wächst die Seele stetig. Unglücklicherweise ist es uns einfach nicht möglich, uns etwas Unsterbliches oder Ewiges vorzustellen, solange wir uns im äußeren Verstand oder im äußeren Bewusstsein befinden. Wir begrenzen uns auf die erdgebundene Zeit, die wir in Teile zerlegen: eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten. Wir haben das Gefühl, ständig gegen die Zeit anzukämpfen, um die Dinge zu erledigen, die wir zu tun haben. So gerät unser Verstand in Unruhe und wird von Sorgen geplagt. Wenn wir jedoch beten und meditieren, zerteilen wir die Zeit nicht auf diese Weise. Stattdessen sehen wir mit einem Blick die unendliche und ewige Zeit in einem ruhigen, ununterbrochenen Fließen, und wir treten in diese ewige Zeit ein.
Das Allerwichtigste ist Frieden im Verstand. Wenn du inneren Frieden erlangt hast, wirst du sehen, dass die Dinge, die du zu erreichen versuchst, leicht zu vollbringen sind. Ein Läufer weiß, dass ihn seine Gegner schlagen werden, wenn er überflüssiges Gewicht mit sich trägt. Wenn Zweifel, Furcht, Unsicherheit oder andere negative Kräfte in deinen Verstand eindringen, wirf sie einfach hinaus. Wenn der Verstand ruhig und still ist, kannst du am schnellsten laufen.
Betrachte die Zeit stets als einen guten Freund. Wir können uns des Wertes der Zeit stärker bewusst werden, wenn wir erkennen, dass jeder Augenblick eine von Gott gegebene goldene Gelegenheit ist. Wenn wir jede Gelegenheit hingebungsvoll und weise wahrnehmen, werden wir unsere Bestimmung am schnellsten erreichen.

Was kann ich tun, wenn mein Verstand mich daran hindert in tiefe Meditation zu gehen?

Sri Chinmoy: Wenn du nicht in deine tiefste Meditation eintauchen kannst, weil dein Verstand unruhig ist, ist das eine Gelegenheit, ein Mantra zu verwenden. Du kannst für einige Minuten “Supreme” oder “AUM” oder “Gott” wiederholen. Ebenso kannst du, wenn du auf der emotionalen Vitalebene angegiffen wirst und schlechte Gedanken oder falsche Schwingungen in dich eintreten, “AUM” oder den Namen des Supreme wiederholen. Versuche, es in diesem Fall so schnell wie möglich zu sagen. Wenn du deinen Verstand von Unreinheiten befreien willst, mußt du so schnell chanten, als ob du einem fahrenden Zug hinterherlaufen würdest, um ihn noch zu erreichen. Wiederhole bei regelmäßigem Japa das Mantra auf normale, aber seelenvolle Weise, ohne es zu sehr in die Länge zu ziehen. Es würde sonst zuviel Zeit in Anspruch nehmen, es fünfhundert oder sechshundert Mal aufzusagen.
Meditation: Man-Perfection in God-Satisfaction
Es gibt viele Arten, AUM zu singen. Wenn du laut chantest, fühlst du die Allmacht des Supreme. Wenn du es sanft chantest, fühlst du die Wonne des Supreme. Wenn du es lautlos chantest, fühlst du den Frieden des Supreme.
Alles, was Gott hat, und alles, was Gott innen und außen ist, kann dir dieses Mantra geben, denn AUM ist zugleich das Leben, der Körper und der Atem Gottes.

Wie kann ich meinen Verstand in der Meditation rein halten?

Sri Chinmoy: Wie kann ich meinen Verstand in der Meditation rein halten?
Sri Chinmoy: Du kannst deinen Verstand rein halten, indem du ständig fühlst, daß du gar keinen Verstand besitzt; du besitzt nur das Blumenherz eines Kindes. Wenn dich jemand fragt: “Was geht in deinem Verstand vor?”, kannst du einfach sagen: “Ich habe keinen Verstand. Ich habe nur das Herz eines Kindes.” Du brauchst deinen Verstand nicht rein zu halten, wenn du keinen Verstand hast. Auf diese Weise kannst du das Problem umgehend lösen.

Wie können wir in der Meditation unseren Verstand beherrschen?

Sri Chinmoy: Du kannst meditieren und deinem Verstand sagen: “Ich werde dir nicht erlauben, eigene Wege zu gehen. Ich möchte jetzt an Gott denken.” Wiederhole im stillen oder laut den Namen Gottes. Sage dir sodann: “Ich möchte in meinem ganzen Wesen Reinheit haben” und wiederhole ‘Reinheit, Reinheit, Reinheit’. Dabei erlaubst du deinem Verstand nicht, an Unreinheit oder an eine andere Person oder Sache zu denken. Gib deinem Verstand keine Gelegenheit umherzuwandern; benutze den Verstand einfach für deine eigenen Zwecke. Du hast unzählige Dinge in und durch deinen Verstand zu vollbringen. Doch der Verstand ist so ungezogen und trickreich, daß wenn du ihn nicht benutzt, er dich benutzen wird.

Wie kann ich meinen Verstand so schnell wie möglich leeren, damit ich meditieren kann?

Sri Chinmoy: Um Leere im Verstand zu erlangen, muß man als erstes nach etwas Höherem streben. Dann mußt du deinen Verstand leer machen. Du solltest keinem einzigen Gedanken erlauben, in deinen Verstand einzudringen und Gestalt anzunehmen. Angenommen, ein Begriff taucht auf. Sobald der erste Buchstabe des Namens erscheint, vernichtest du ihn. Du mußt deinen Verstand mit der Kraft deiner Konzenztration so leer wie möglich machen.
Angenommen, ein Gedanke, eine Erregung oder irgendetwas anderes erscheint vor dir. Schieße sofort einen Pfeil ab und zerschlage es in Stücke. Eine Vorstellung kommt, der Name von einem Menschen oder ein anderer Gedanke taucht auf. Wirf sie einfach sofort hinaus. Laß sie nicht erscheinen und in deinen Verstand eintreten. Bevor sie den Verstand berühren, solltest du sie in Stücke schneiden. Wenn jedoch bereits Gedanken und Vorstellungen in dir, in deinem Körper und deinem Verstand sind, solltest du auf folgende Weise meditieren: Sei so entspannt wie möglich und stelle dir vor, mitten im Meer zu sein. Nehme dann diese Gedanken und Vorstellungen auf, so daß sie keine von dir getrennte Identität mehr haben. Laß sie im Meer verschwinden. Wenn sie bereits in dir sind, dann wirf sie ins Meer. Wenn sie von außen kommen, dann laß nicht zu, daß sie in dich eindringen. Wenn du es übst, wird deine Meditation unweigerlich gelingen.

Wie kann ich durch Yoga-Übungen meinen Verstand ruhig stellen?

Sri Chinmoy: Der Verstand ist wie ein Äffchen. Wenn du von einem Äffchen angegriffen wirst, das dich ständig beißt und zwickt, mußt du es einschüchtern. Wenn du dem Äffchen jedes Mal, wenn es kommt, einen kräftigen Hieb versetzt, wird es merken, daß es ein hoffnungsloses Unterfangen ist, dich stören zu wollen. Du mußt stets so wachsam wie möglich bleiben. Wenn ein ungöttlicher Gedanke in dich eindringt, mußt du ihn sofort verjagen. Wenn du ständig wachsam bist, werden diese Gedanken schließlich aufgeben und dich nicht länger stören.
Das Wichtigste ist Übung. Heute benimmt sich dein Verstand wie ein Äffchen. Es klopft ständig an die Türe deines Herzens und stört den Frieden deines Herzens. Aber egal, wie oft der Verstand zu dir kommt, jage ihn einfach fort oder richte deine gesamte Aufmerksamkeit bewußt auf etwas anderes. Wenn du dich von ihm ablenken läßt, wird es nur an Stärke gewinnen. Du mußt wissen, daß in dieser Welt jedermann Stolz, Eitelkeit und Selbstachtung besitzt. Wenn du also die Tür deines Herzens jedesmal verschließt, sobald der Verstand anklopft, und ihm keinerlei Beachtung schenkst, wird es der Verstand nach einiger Zeit als unter seiner Würde betrachten, dich zu stören.

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