Existiert Zufriedenheit?

Zufriedenheit - die Gretchenfrage.
"Sag, wie hast du es mit deiner Zufriedenheit?", könnte man frei nach Altmeister Goethe fragen. Zumindest habe ich mir selbst diese Frage schon oft gestellt. Denn kaum ist Zufriedenheit mal für einen flüchtigen Moment greifbar, besser gesagt scheinbar greifbar, ist sie im nächsten Augenblick auch schon wieder entschwunden. Aber woher sie kommt und wohin sie geht, und, noch viel bedeutsamer, wie kann sie bewusst erzeugt werden?

Wie lässt sich Zufriedenheit bewusst erzeugen?
"Zufriedenheit liegt in unserer Überantwortung an Gottes Willen verborgen", sagt der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy. Doch wie erfahre ich Gottes Wille? Die Antwort ist ganz einfach - durch die Sprache Gottes, der Stille oder Meditation. Denn unser Verstand ist viel zu begrenzt, um diesen göttlichen Willen auch nur annähernd selbst erkennen, geschweige denn erfahren zu können. Aber werden wir uns, und sei es auch nur für einen flüchtigen Moment, diesem höheren Willen in tiefer Meditation bewusst, erfahren wir automatisch ein unbegrenztes Gefühl von Zufriedenheit. Weshalb? Weil wir für diesen flüchtigen Augenblick ein bewusster Teil des großen Ganzen geworden sind. Jenem großen Ganzen, welches wir eigentlich selbst sind.
Oder wie es die alten indischen Weisen vor Tausenden von Jahren bereits sagten: "Tat tvam asi - Das bist du."

(Siehe auch Web-Log zur Selbst-Transzendenz von Mahamani)